Hochzeitsfotografie im Schloss Wolfsbrunnen bei Eschwege

Familie Koch aus Wüllersleben


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Meine neunte Türgeschichte. Wenn auch ihr Teil meiner Türgeschichten werden möchtet, meldet euch gern bei mir.

Alice (58), Marketing & Stefan (53), Baustoffhändler, mit Hündin Daisy aus Wüllersleben

 

Für diese Türgeschichte bin ich etwas länger unterwegs gewesen. Alice und Stefan wohnen im kleinen Dorf Wüllersleben in der Nähe von Stadtilm – sie nennen es liebevoll „Bullerbü“. Alice hatte mich angeschrieben und nachdem ich ihr Profil bei facebook ein wenig gestalkt hatte, wurde ich neugierig. Alice fotografiert, liebt die Natur, ihren Garten und natürlich Stefan – ihren Ruhepol und Anker. Als wir Alice und Stefan besucht haben, hatte sie gerade ihren ersten Blumenkranz eigenkreiert und wir hätten ewig mit den beiden in ihrer gemütlichen Küche sitzen und quatschen können. Seit diesem Nachmittag möchte Pauline nun auch einen Hund...

Von den Corona-Beschränkungen im Frühjahr hat Stefan fast nichts gemerkt. Im Gegenteil: Als Baustoffhändler hatte er ordentlich zu tun, denn alle, die zu Hause bleiben mussten, wurden plötzlich umtriebig und hatten ihre kleineren und großen Projekte. Alice war seit April in Kurzarbeit, denn geflogen wurde ja plötzlich auch nicht mehr. Familie und Freunde treffen, ihr ersehnter Urlaub auf Hiddensee und zwei Konzerte waren kurzerhand ins Wasser gefallen. Besonders traurig machte Alice der fehlende persönliche Kontakt zu ihren Eltern. „Ich konnte sie nicht mal in den Arm nehmen.“

Dafür haben wir jetzt den schönsten Garten“ strahlt Stefan, der nach der Arbeit hier und da werkelt. Viele Blumen, eine kleine Sonnenterrasse, ein kleines Backhaus und viele schöne Sachen mehr schmücken den wildromantischen Garten der Beiden. Auf der großen Schaukel sitzen sie oft, lesen, reden, lachen und manchmal schlafen sie auch dort.

Alice backt seit Jahren ihr Brot selbst. „Als es dann kein Mehl gab, haben wir bei Mühlen hier in der Gegend gekauft, die Hefe haben wir selbst gemacht“, erzählt sie lachend. Ansonsten war die „Corona-Zeit“ Entschleunigung pur. Gartenarbeit, lange Spaziergänge, sehr zur Freude von Daisy, all das war genau die richtige Art von Erholung nach einem Krankenhausaufenthalt.

Als einige Lockerungen in Kraft traten, haben die beiden ihre Fahrräder geschnappt und sind 44 Kilometer nach Weimar gefahren. „Wir wollten einfach mal wieder beim Asiaten Mittag essen.“